[Allgemein ] 12 Januar, 2009 17:14

Da es mir in Phuket zu voll und hektisch war, habe ich mir ein Bootsticket zu der ruhigeren Insel Ko Lanta gekauft. Auf Phi Phi Island sollte ich dann ein paar Stunden Aufenthalt haben und dann nach Ko Lanta weiterfahren. Da es mir auf Phi Phi Island gut gefallen hat und es hier auch weltklasse Tauchgebiete gibt, habe ich mich dann spontan dazu entschlossen, fuer ein paar Naechte auf Ko Phi Phi zu bleiben. Direkt an einem ruhigen Traumstrand habe ich ein sehr spartanisches Bungalow gefunden. Da es aber sehr schoen und gerade mal 10 m vom Meer entfernt gelegen ist, hat mich das nicht weiter gestoert. Gluecklicherweise hat es im Bungalow ein Moskitonetz, anderenfalls haette ich Nachts naemlich echt ein Problem gehabt (hier hat es ab der Daemmerung naemlich extrem viele Stechmuecken).

Mein Bungalow (nur die rechte Haelfte):
Mein Bungalow auf Ko Phi Phi Don

Direkt davor der Strand:
Strand vor meinem Bungalow

Ein anderer Strand auf Ko Phi Phi:
Strand auf Ko Phi Phi Don

Ueberreste des Tsunamis von 2004 (ansonsten ist auf der Insel davon nicht mehr viel zu sehen, obwohl sie vom Tsunami sehr stark getroffen wurde):
Ueberreste des Tsunamis von 2004 auf Ko Phi Phi Don

Ko Phi Phi

Einsamer Strand:
Einsamer Strand auf Ko Phi Phi

Strand vor meinem Bungalow auf Ko Phi Phi Don

Ganz am Ende dieses Strandes liegt mein Bungalow:
Strand vor meinem Bungalow auf Ko Phi Phi Don

Auf Ko Phi Phi war ich auch nochmals zwei Tage Tauchen. Dieser Felsen war eines der Tauchgebiete bei Ko Phi Phi:
Felseninsel auf Ko Phi Phi Leh (unser Tauchplatz des ersten Tauchgangs)

Das andere war die Bucht Maya Bay (bekannt aus dem Film "The Beach"):


Gestern bin ich dann noch zum Aussichtspunkt von Ko Phi Phi gelaufen, von wo man eine wunderbar Aussicht ueber die Insel hat:Viewpoint auf Ko Phi Phi (1)

Viewpoint auf Ko Phi Phi (2)

[Allgemein ] 12 Januar, 2009 16:19
Von Bangkok aus bin ich mit dem Bus in ca. 12 Stunden ueber Nacht 900 km bis nach Phuket im Suedwesten von Thailand gefahren. Da zu der Zeit in Phuket gerade absolute Hochsaison des Jahres war, war es diesmal gar nicht so einfach, ein gutes Hotel zu finden. So bin ich dann bestimmt 2 Stunden mit ca. 20 kg Gepaeck durch Phuket gelaufen, bis ich letztendlich ein akzeptables Hotel gefunden hatte. Zwar hatte das Zimmer keine Fenster, dafuer aber immerhin eine Klimaanlage und einen Kuehlschrank. In der Situation musste ich dann eben Kompromisse eingehen.

Der Strand in Phuket / Patong ist zwar sehr schoen, allerdings im Januar auch extrem voll. Anstatt faul am Strand rumzuliegen, hatte ich mich daher zu einem Tauchkurs zum zertifizierten PADI Open Water Diver angemeldet. Dazu hatte ich dann erstmal ein ca. 250 Seiten dickes Anleitungsbuch erhalten, welches ich bis vor Beginn des Kurses durcharbeiten musste. Der naechste Tag war daher dann erstmal harte Arbeit. Immerhin lag ich am Strand und hatte einen Starbucks Frappuccino in der Hand, was die Sache gleich ziemlich angenehmer gemacht hat. Man musste ganz schoen viele physikalische Grundlagen ueber Druck etc. lernen, dabei ist es doch schon so lange her, dass ich davon in der Schule mal etwas gehoert hatte. Am naechsten Tag ging es immerhin schon mal zum praktischen Ueben in einen Suesswasserpool. Gluecklicherweise war ich zu der Zeit der einzige deutschsprachige Tauchschueler, und somit hatte ich bei meinem Tauchlehrer Heinz (der urspruenglich aus Stuttgart kommt und nun mit seiner thailaendischen Frau und ihrem Sohn in Phuket lebt) Einzelunterricht.

Fuer die Tauchgaenge im Freiwasser sind wir am naechsten Tag dann mit dem Boot zu der schoenen Insel Ko Raya Yai gefahren. Dort konnte ich dann schon waehrend des Kurses viele verschiedene Fische und Korallen sehen.

Ko Raya Yai:
Phuket

Blick aus unserem Tauchboot auf Ko Raya Yai:
Tauchen auf Phuket

Zum ersten Mal im Freiwasser (alle Bilder unter Wasser hat mein Tauchlehrer Heinz waehrend unserer Tauchgaenge mit seiner Kamera und einem Unterwassergehaeuse aufgenommen):
Tauchen bei Phuket (Ko Raya Yai)

Tauchen bei Phuket (Ko Raya Yai)

Tauchen bei Phuket (Ko Raya Yai)

Tauchen bei Phuket (Ko Raya Yai)

Muraene:
Tauchen bei Phuket (Ko Raya Yai)

Tauchen bei Phuket (Ko Raya Yai)

Rochen:
Tauchen bei Phuket (Ko Raya Yai)

Der hier ist giftig:
Tauchen bei Phuket (Ko Raya Yai)

Tauchen bei Phuket (Ko Raya Yai)

Tauchen bei Phuket (Ko Raya Yai)

Seestern:
Tauchen bei Phuket (Ko Raya Yai)

Tauchen bei Phuket (Ko Raya Yai)

Tauchen bei Phuket (Ko Raya Yai)

Tauchen bei Phuket (Ko Raya Yai)

Nach dem vierten Tauchgang im Freiwasser und einer theoretischen Pruefung darf ich mich jetzt offiziell PADI Open Water Taucher nennen.
[Allgemein ] 11 Januar, 2009 16:27

Nach 6 anstrengenden Wochen Sightseeing in Indien und Trekking in Nepal kommt nun der entspannende Teil meiner Reise: Thailand.

Angekommen bin ich am 23.12. in Bangkok. Am 24. kam Isis aus Deutschland nach und wir haben uns nach ca. 7 langen Wochen endlich wiedergesehen. Die Stadt selbst ist eher ein Shoppingparadies, aber in den Wellnessanlagen unserer Hotels konnten wir auch ganz gut entspannen.

Bangkok bei Nacht (diese Stadt schlaeft nie):
Bangkok bei Nacht

Nach ein paar Naechten in Bangkok sind wir dann nach Pattaya am Golf von Thailand gefahren. Die 1,5 Stunden Busfahrt waren recht entspannend und auch ein Hotel zu finden war nicht sehr schwierig.

Bungalows in unserem Resort in Pattaya:
Bungalows in Pattaya

Sonnenuntergang am Golf von Thailand:
Sonnenuntergang in Pattaya

Zu Silvester sind wir dann wieder nach Bangkok zurueckgekehrt.

Unser Hotel in Bangkok:
Emporium Suites Hotel in Bangkok

Isis im Shoppingparadies: :-)Isis vor Shopping Center in Bangkok

Wellness-Bereich im Hotel:Wellness Bereich im Emporium Hotel in Bangkok

Aussicht aus dem Hotelzimmer bei Nacht:Bangkok bei Nacht

[Allgemein ] 03 Januar, 2009 16:25
Vor dem Weiterflug nach Thailand musste ich nochmal fuer zwei Naechte nach Delhi zurueck. Das habe ich ausgenutzt, um mir das Gandhi Museum und das Regierungsviertel anzusehen.

In diesem Zimmer hat Gandhi seine letzten Tage verbracht, bevor er ermordet wurde:
Gandhi

Wohnsitz des indischen Praesidenten:
Regierungsviertel
[Allgemein ] 03 Januar, 2009 15:34

Nach Pokhara ging es dann wieder zurueck nach Kathmandu.

Spontane Geburtstagsparty im Hotel in Kathmandu fuer Judith aus Holland:Spontane Geburtstagsparty in Kathmandu

Gath in Pashupatinath. Hier verbrennen die Hindus ihre Toten und streuen die Asche in den heiligen Fluss:Beerdigung in Pashupatinath

Pagoda in Boudha:
Buddhistische Pagoda in Boudha

Buddhistische Gebetsfahnen wehen ueberhalb der Pagoda:
Gebetstuecher ueber Pagoda in Boudha

Markt in Kathmandu:
Markt in Kathmandu

Daemonen?
Kathmandu

Durbar Square in Kathmandu. Hier wurden frueher die Koenige gekroent:Durbar Square in Kathmandu (1)

Durbar Square in Kathmandu (2)

Dubar Square in Patan (war frueher ein eigenes Koenigreich, ist aber nur ca. 10 - 20 km von Kathmandu entfernt):Durbar Square in Patan (1)

Durbar Square in Patan (2)

Affentempel (Swayambhunath) in Kathmandu. Man konnte den Affen sogar Erdnuesse direkt in die Hand geben. Suesses, kleines Aeffchen, oder? Die grossen maennlichen Exemplare konnten teilweise etwas aggressiver, aber nicht wirklich gefaehrlich werden.Affentempel (Swayambhunath) in Kathmandu (1)

Affentempel (Swayambhunath) in Kathmandu (2)

Affentempel (Swayambhunath) in Kathmandu (3)

Die beiden schlafenden Hunde hier haben uns irgendwie an Ying und Yang erinnert:Affentempel (Swayambhunath) in Kathmandu (4)

Buddhistische Moenche im Hintergrund:Affentempel (Swayambhunath) in Kathmandu (5)

[Allgemein ] 03 Januar, 2009 14:54

Nach unserem Trek haben wir erstmal 2 Tage in Pokhara entspannt.

Mit dem Ruderboot auf dem See:
See in 
Pokhara (1)

See in Pokhara:See in 
Pokhara (3)

See mit Bergen im Hintergrund:See in 
Pokhara (2)

See in Pokhara

Buddhistische "World Peace Pagoda" ueberhalb des Sees in Pokhara:World Peace Pagoda ueber dem See in Pokhara

Buddha:
Buddha Statue in der World Peace Pagoda

Paraglider ueber dem Pokhara See:
Paraglider ueber dem Pokhara See

[Allgemein ] 13 Dezember, 2008 13:41

Vom 03.12. bis zum 12.12. war ich zusammen mit Tom aus England und unserem nepalesischen Guide Rajendra beim Trekking im Himalaya. Die Unterkuenfte auf dem Jomsom Trek waren wie vom Reiseveranstalter versprochen sehr komfortabel. So gab es eigentlich immer warmes Wasser und bis auf einmal hatten alle unsere Zimmer jeweils ein eigenes Badezimmer. Auch das Essen war super, da ich das scharfe Essen hier nicht so gut vertrage, obwohl es in Nepal weniger scharf als in Indien ist, habe ich meistens westlich oder chinesisch gegessen. Bis auf einmal Dhal Baat gab es also meistens chinesische Chow Mein Nudeln, Pommes oder Lasagne. Die Lasagne war dabei manchmal erstaunlich gut und manchmal etwas kreativ ausgelegt aber eigentlich immer sehr gut essbar.

Obwohl hier in Nepal derzeit auch Winter ist, waren wir tagsueber bei Hoehen unter 3.500 m eigentlich meist mit T-Shirt und Shorts oder zumindest nur im Fleece unterwegs. Nur Fruehmorgens, Abends und Nachts wurde es dann richtig kalt, so dass ich froh war, dass ich meinen Schlafsack aus Deutschland mitgebracht habe. In Tatopani gab es sogar heisse Quellen direkt aus dem Erdinneren, in welchen wir nach einem harten Tag Trekking mit einem Bier in der Hand entspannt haben.

Da die Landschaft hier so umwerfend schoen und vielseitig ist, ist es mir ziemlich schwer gefallen, die schoensten Bilder des Treks auszuwaehlen. Daher sind es ziemlich viele Bilder geworden...

Zunaechst sind wir von Pokhara aus mit dem Bus nach Naya Pul gefahren. Da der erste Bus einen Defekt hatte, sind wir auf dem Dach eines zweiten Busses mitgefahren:Fahrt auf dem Busdach zu Beginn des Jomsom Treks

Von Naya Pul aus ging es dann los. Da wir in Pokhara noch etwas erledigen mussten  (Tom hatte seine Bankkarte vergessen), konnten wir erst bei Einbruch der Dunkelheit loslaufen. Tagsueber haetten wir die folgende Stabheuschrecke aber vielleicht nie entdeckt:
Stabheuschrecke

Am folgenden Tag ging es dann von ca. 1.500 m bis nach Ghorapani auf ca. 2.750 m.  Von dort aus sind wir dann am naechsten Morgen um 5 Uhr 400 m bis zur Aussichtsplattfort Poon Hill gewandert, um uns den Sonnenaufgang anzusehen:Poon Hill

Aussicht von Poon Hill:Poon Hill

Am selben Tag mussten wir dann noch ca. 2.100 m abwaerts steigen, was ziemlich anstrengend war und was wir am naechsten Morgen auch alle ziemlich in unseren Beinen gespuert haben. Dafuer hatten wir auf dem Weg eine tolle Aussicht:Aussicht

Aussicht

Manche Bruecken auf dem Weg waren nicht sehr vertrauenserweckend:
Brueck

Eine Frau mit Korb auf dem Ruecken bei der Feldarbeit mit einer tollen Aussicht im Hintergrund:
Frau mit Korb

Eine kleine Oase mit Palmen mitten in den Bergen (und das im Dezember):Huette mit Palmen

Ein Fluss in den Bergen:
Flussbett

Die Bauern bauen hier auf ueber 2.000 m Hoehe das Getreide etc. auf Terrassen an, die sie den Haengen anpassen:
Terrassen

Fluss

So eine Aussicht hatten wir oft morgens beim Loslaufen:
Morgendaemmerung

Fluss

Aussicht

Tolle Lichteffekte:
Licht

In den Bergen konnten wir immer wieder grosse Greifvoegel beobachten:Voegel

Aussicht:Aussicht

Kleines Bergdorf:
Bergdorf

Hochebene

Am Wegrand gab es einige exotische Pflanzen zu sehen: ;-)Pflanze

Dem folgenden Flussbett sind wir lange gefolgt:Flussbett

Hier hat sich uns dann noch Steven aus England angeschlossen (zweiter von rechts):Wandergruppe

Aussicht

Aussicht

Die Kinder in den Bergdoerfern waren froehlich und leicht zu begeistern:
Tom mit nepalesischen Kindern

Licht

Flussbett

Flussbett

Licht
 
Gruppenbild in einer Huette in Kagbeni auf 2.810 m Hoehe mit Gaesten aus Nepal, England, Israel, Spanien und Deutschland:Gruppenbild Kagbeni

Aussicht:
Aussicht

Sonnenuntergang in Muktinath auf 3.710 m Hoehe mit der hoechsten hinduistischen Tempelanlage im Vordergrund. Der Tempel wird sowohl von Hinduisten als auch Buddhisten genutzt und verehrt. Hier gibt es eine "everlasting flame", welche durch Gas aus dem Erdinneren am Brennen gehalten wird:Sonnenuntergang Muktinath

Am naechsten Morgen sind wir um 5 Uhr frueh von Muktinath auf 3.710 m Hoehe aus in Richtung Thorung La Pass auf 5.416 m Hoehe gestartet. Das war wohl das koerperlich haerteste, was ich in meinem Leben bisher gemacht habe. 1.700 m auf- und absteigen an einem einzigen Tag in einer Hoehe von bis zu 5.416 m (der Mont Blanc ist zum Vergleich 4.807 m hoch). Aufgrund der Hoehenkrankheit und des geringeren Sauerstoffgehalts der Luft hatten wir dann ab ca. 4.500 m ziemlich heftige Kopfschmerzen und mussten dann alle paar Minuten eine Pause einlegen. In der Hoehe war jeder Schritt extrem anstrengend. Jedes Mal als wir glaubten, die hoechste Stelle endlich erreicht zu haben, mussten wir feststellen, dass vor uns ein erneuter Anstieg lag. Das ging bestimmt 10-Mal so... Nach ca. 7 Stunden hatten wir die hoechste Stelle des Passes dann aber endlich erreicht. Da es auf dem Weg aufgrund der Nebensaison keine geoeffneten Huetten gab, mussten wir uns die gesamten 12 Stunden von Suessigkeiten, Cola und getrockneten Fruechten ernaehren, was uns aber nicht sonderlich gestoert hat. Das Erreichen der hoechsten Stelle war dann ein ziemlich emotoniales Gefuehl (insbesondere in Begleitung von Beethofen und Guns 'N' Roses's "Knocking on heavens door" auf meinem IPod).


Sonnenaufgang nach ein paar Stunden Laufen im Dunkeln:Sonnenaufgang

Auf dem Weg zum Pass:Thorung La

Eis und Wolken:
Schnee

Aussicht, als wir den Pass erreicht haben:Aussicht Thorung La

Aussicht in die andere Richtung:Aussicht Thorung La

Geschafft!
Schild Thorung La


Falls sich jemand ueber meinen Bart wundert, um Gewicht zu sparen habe ich meinen Rasierer nicht mitgenommen und mich daher fast 2 Wochen nicht rasiert.

Thorung La

Und danach ging es die selben 1.700 m wieder runter (fuer den Rueckweg haben wir ca. 4-5 h benoetigt):Rueckweg Thorung La

Licht

Bergdorf Muktinath am naechsten Morgen. Seltsamerweise hatten wir am naechsten Tag keinen Muskelkater in den Beinen. Wahrscheinlich hatten wir uns nach 10 Tagen Trekking schon an die Anstrengung gewoehnt.Muktinath

Flughafen von Jomsom (Landebahn):
Jomsom Flughafen

Rueckflug in einem Dornier Flugzeug von Jomsom nach Pokhara. Die Strecke, fuer welche wir zu Fuss 8 Tage benoetigt haben, haben wir im Flugzeug in nur 25 Minuten zurueckgelegt.Rueckflug von Jomsom nach Pokhara

Der Trek war wirklich ein wunderschoenes und unvergessliches Erlebnis. Falls ich irgendwann (hoffentlich!) nochmals nach Nepal kommen sollte, werde ich auf jeden Fall wieder im Himalaya trekken gehen!

[Allgemein ] 30 November, 2008 15:33

Laut meinem Lonely Planet Reisefuehrer ist es fuer Europaer normalerweise erstmal ein Schock, wenn sie in Kathmandu ankommen. Fuer mich war aber eigentlich genau das Gegenteil der Fall. Verglichen mit Indien ist es in Nepal wesentlich ruhiger und sauberer. Das Backpacker Viertel Thamel in Kathmandu hat sich ziemlich gut auf die vielen Touristen eingestellt, so gibt es hier ziemlich grosse Supermaerkte, die fast nur importierte Produkte wie Ritter Sport oder Toblerone anbieten, englische Pubs mit Livemusik und Pool Billard sowie dutzende Outdoor Shops (die meisten davon verkaufen gefaelschte Markenprodukte wie North Face).

Bereits im Flugzeug von Delhi nach Kathmandu habe ich Tom aus England kennen gelernt. Da er schon die Abholung vom Flughafen organisiert hatte, habe ich mich spontan entschlossen, mich ihm anzuschliessen. Tom war bereits vor einem Jahr schon einmal in Nepal und ist damals zusammen mit seinem nepalesischen Guide Raj den Everest Base Camp Trek gelaufen. Zusammen mit Tom und Raj werde ich die naechsten 10 Tage den sehr populaeren Jomsom Trek laufen (morgen frueh gehts los). Der hoechste Punkt unserer Route - Muktinath - wird auf ca. 3800m liegen. Von Jomsom aus werde ich dann am 13.12. nach Pokhara, wo wir heute via Bus von Kathmandu angekommen sind, zurueckfliegen. Gestern Abend haben wir dann noch den Start unserer Tour bei einer gemuetlichen Runde Billard und ein paar Cocktails gefeiert. Laut unserem Trekkingveranstalter soll es auf der gesamten Route relativ komfortable Unterkuenfte mit warmem Wasser geben, ob das wirklich so ist werde ich dann nach meiner Rueckkehr schreiben koennen. Tom war letztes Mal jedenfalls sehr zufrieden und so bin ich optimistisch, dass es auch dieses Mal wieder toll wird.

Da ich voraussichtlich fruehestens am 12. oder 13.12. wieder Internet haben werde, wird es bis dahin keine weiteren Berichte oder Bilder geben.

Update 15.12.2008: Bin jetzt wieder in Kathmandu. In den naechsten Tagen werde ich dann einen Bericht ueber das Trekking schreiben.

[Allgemein ] 30 November, 2008 15:12
Mittlerweile bin ich in Nepal gelandet und habe Indien damit nach 3 Wochen wieder verlassen. Den Trip nach Indien wuerde ich im Nachhinein wieder machen, allerdings war Indien doch sehr anders als ich mir es vorgestellt habe. Ich hatte mir das Land von Yoga und Gandhi ruhiger und gelassener vorgestellt als ich es dann erlebt habe. Aufgrund der Menschenmassen, des unglaublichen Verkehrschaos sowie der schrecklichen Umweltverschmutzung war es mir nur selten moeglich, einmal zu entspannen und abzuschalten. Dafuer gibt es in Indien zum Ausgleich so viele grossartige Sehenswuerdigkeiten, dass man sich damit allein im von mir besuchten Nordwesten Monate lang beschaeftigen koennte. Als Alleinreisender gingen mir leider auch die extrem nervigen und aufdringlichen Haendler und Rikschafahrer sehr auf die Nerven. An meinem letzten Abend im Backpackerviertel von Delhi war ich dann irgendwann derart genervt, dass ich den Haendlern nur noch auf deutsch geantwortet habe. Das hat seinen Zweck dann erfuellt und sie haben mich danach relativ schnell in Ruhe gelassen. Falls man keine besonders starken Nerven hat, bietet es sich denke ich an, die touristischen Gebiete in Nordindien im Rahmen einer organisierten Gruppenreise zu besuchen, denn dann kann man sich auf die wirklich schoenen Dinge konzentrieren.
[Allgemein ] 27 November, 2008 20:50

Amritsar ist eine indische Millionenstadt im Punjab, nur ca. 30 km von der pakistanischen Grenze entfernt. Hier leben hauptsaechlich die so genannten Sikh, eine eigenstaendige  Religionsgemeinschaft mit Einfluessen aus Hinduismus und Islam. Die Sikh erkennt man an ihren Turbanen und den unrasierten Baerten. Dadurch sehen sie teilweise zwar etwas gefaehrlich aus, sind allerdings bekanntermassen und auch nach meinen Erfahrungen sehr freundlich und umgaenglich. In Amritsar liegt das groesste Heiligtum der Sikh, ein goldener Tempel mitten in einem kuenstlichen kleinen See. Dort sind alle Menschen gleichermassen willkommen und so habe ich mir diesen natuerlich auch angeschaut. Die Sikh bieten hier sogar fuer jeden kostenlose Mahlzeiten und kostenlose Uebernachtungsmoeglichkeiten an, da dies von ihrem Guru vor langer Zeit gepredigt wurde.

In Attari, ca. 30 km westlich von Amritsar, befindet sich die einzige geoeffnete Grenze zwischen Pakistan und Indien. Jeden Abend findet dort eine grosse Grenzschliessungszeremonie inkl. Musik etc. statt, bei welcher beide Seiten von ihren jeweiligen Landsleuten angefeuert werden. Das musste ich mir natuerlich auch anschauen. Als Auslaender durfte man dort sogar im VIP Bereich Platz nehmen. Leider habe ich erst auf der Fahrt zu der Zeremonie von einem englischen Paerchen von den Terroranschlaegen in Mumbai erfahren. Bei der Zeremonie hat man davon jedoch nichts mitbekommen. Waehrend der Zeremonie reichen sich die pakistanischen und indischen Offiziere sogar kurz die Haende.

Mit Speeren bewaffnete Sikh-Waechter am Eingang des goldenen Tempels:Sikh-Waechter vor dem Eingang zum Goldenen Tempel in Amritsar

Goldener Tempel:
Goldener Tempel in Amritsar (1)

Nochmal der goldene Tempel:
Goldener Tempel in Amritsar (2)

Grenzschliessungszeremonie an der Grenze zu Pakistan:
Indisch / Pakistanische Grenzzeremonie nahe Amritsar

Nochmals die Grenzschliessungszeremonie (links in schwarz die pakistanischen Grenzwaechter):
Indisch / Pakistanische Grenzzeremonie nahe Amritsar

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